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Ich danke Naironus Banesius

und seinen Schafen für die Entdeckung des Kaffee

 

1.9.07 08:37


Murphys Gesetz

  • Wenn meine Frösche krank sind, dann ist mit Sicherheit auch mein Mann bald am kränkeln. Natürlich am Wochenende, nach der Arbeit Samstag und vor der Arbeit Montag.
  • Wenn ich selber einiges an Arztterminen habe, dann sind alle potentiellen Babysitter im Urlaub, die die kranken Frösche betreuen könnten, während mir Fäden gezogen werden.

  • Wenn mein Mann mal alle Jubeljahre abends mit ein paar Kollegen unterwegs ist und ich mich auf ein paar gemütliche Stunden mit DVD freue, dann hustet Frosch 1 und Frosch 2 weint wegen Schmerzen im Arm. (Um zehn war mir dann auch nicht mehr nach "gemütlichem Abend".)

 

  • Wenn ich das Handy gegen elf ausmache und im Bett veschwinde, träume ich einfach um kurz nach eins, dass mein Mann anruft, dass er gleich zuhause ist und werde dann auch wach, als er fünf Minuten später die Wohnungstür aufmacht.
  • Wenn ich Nachtdienst und Aufstehdienst habe am Wochenende, hat der kleine Frosch plötzlich um halb fünf Hunger und ist um kurz nach sechs fit für den Tag.
  • Und wenn ich mir nach so einer Nacht einen Kaffee machen will, hat der Vollautomat mal wieder seine Ta-Ka-Gotchi-Allüren .

 

 

 

2.9.07 09:01


Maul- ä+h Fingerkorb

Die Tastatur hat die Kaffee-Attacke vom Wochenende nicht überlebt+. Die lustigen Zeichen zwischen den Buchstaben macht sie nun aus lauter Bockigkeit. Und wies natürlich so ist, wenn es demonst+ri+ert werden soll, herrscht fast Frieden.

+Die m+eiste Zeit ist allerdings kaum noch ein Wort lesbar.

+Nunja. Dann eben erstmal Stille hier. 

3.9.07 09:33


Ironie des Schicksals

Die angekündigte Stille hier ist eingetroffen. Allerdings nicht, weil die Tastaur den Geist aufgegeben hat, sondern weil ich seit Montag mit dem kleinen Frosch in der Kinderklinik bin.

Gerade bin ich ein paar Stunden zuhause. Noch eine Nacht, in der ich für gute Blutwerte bete, damit wir morgen nach Hause dürfen und ich meinen Geburtstag am Sonntag mit meiner kleinen Familie gemeinsam verbringen kann. 

7.9.07 12:41


Freundin

Gute Freundinnen erkennt man daran, dass sie zwar in Arbeit versinken, Krankenhäuser hassen, weil sie alte Wunden berühren, aber sich trotzdem überwinden und einige Kilometer zurück legen, um ein Stückchen neben mir zu sein und mir Kraft zu geben.

Ich danke dir von ganzem Herzen!

8.9.07 18:01


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Die Kinder vor dem Fernseher geparkt, eine Tasse Milka-Cappuccino neben mir (nein, nicht in Tastaturnähe *g*) versuche ich wieder zuhause anzukommen. Erst drei Stunden wieder da, erscheinen mir die letzten sechs Tage schon so unwirklich. Was mir sonst so auf den Geist geht, ein und die selben kleinen vier Wände, trösten nun und lassen verblassen, was die letzte Woche war.

Nur dieses stumme dumpfe Gefühl, das die Sorge und die Angst gerissen haben, ist noch nicht ganz verschwunden.

Hinter mir liegt die bisher größte Herausforderung in meinem Mama-Dasein. Die Sorge und die Angst um das eigene Kind auszuhalten und dabei noch die Kraft zu entwickeln um dem kleinen Frosch das Gefühl geben zu können "Gib mir deine Angst, ich kann sie halten." Zuversicht geben, obwohl sich das eigene Herz zusammenzieht und der Rachen schmerzt von dem Klumpen runtergeschluckter Tränen.

Die ersten zwei Tage habe ich so mit mir selbst gekämpft. Der Geruch nach Desinfektionsmitteln, das Piepen des Monitors... Gerüche und Geräusche, die mich so nah an meine Zeit auf der Intensivstation vor zwei Jahren zurück geschickt haben. Erst, als ich zusehen konnte wie der kleine Frosch fast stündlich ein wenig fitter wurde, ist es mir gelungen auch das Vertrauen in die Ärzte zurück zu finden.

....

 

Dem Kleinen gehts gut. Er ist noch nicht ganz wieder auf dem Damm, aber es geht ihm gut. Die letzte Nacht hat mir gezeigt, dass auch er wahrscheinlich noch eine Zeit braucht, zu verarbeiten was mit ihm geschehen ist. Aber das schaffen wir. "Gib mir das, ich kann das halten, kleiner Frosch."

8.9.07 18:19


Sehr geehrte Damen und Herren Krankenkasse,

das haben Sie wirklich clever gemacht. Muss ich schon sagen. Fast hätte ich Ihnen auch die Füße geküsst vor lauter Dankbarkeit, dass Sie mir ermöglichen bei meinem Kind in der Kinderklinik zu bleiben und die Klappliege und die Magenprobleme vom Krankenhausessen fnanzieren.

Wie schön, dachte ich, dass die Kassen erkannt haben, dass Mutter oder Vater rund um die Uhr beim Kind verhindern, dass das Kind ziemlich schnell lernt: Ich muss hier am lautesten Brüllen oder irgendwie den Monitor zum Piepen kriegen, dami sich einer um mich kümmert zu dessem Wohlbefinden und einer schnelleren Genesung beitragen.

Nun, klopfen Sie sich noch nicht selbst auf die Schulter, ich habe Ihre Gutmütigkeit ja länger als zwei Tage genießen dürfen. Am dritten Tag habe ich dann verstanden, dass eigentlich Sie mir die Füße küssen müssten, besser noch meine Arbeitsstunden bezahlen.

Mal ehrlich, was da als Großzügigkeit verpackt wird ist doch im Grunde nur ne Sparmaßnahme an Personal, oder? Welche Mutter beklagt sich schon, wenn sie sich um ihr Kind kümmern soll? Nicht, dass Sie mich missverstehen. Natürlich kümmere ich mich gerne um mein Kind. Wenn die Alternative in einer Kinderklinik aber ist, dass sich keiner kümmert, dann läuft da irgendetwas verkehrt.

Wie wärs, wenn Sie noch Schulungen einführen für Eltern? "Wie Sie Infusionsflaschen wechseln." Und "Welches Knöpfchen Sie drücken müssen, wenn der Monitor piept." Achso, und vielleicht verbieten Sie dann noch die vielen Schilder "Essenswagen für die Kinder - keine Selbstbedienung" und schlagen der Klinikleitung vor, dem begleitenden Elternteil beim Check-In den Schlüssel für den Windelschrank auszuhändigen. Dann können Sie nochmal mehr an Personlakosten sparen und die eine Nachtschwester auf der Säuglings- und Kinderstation könnte auch noch wegfallen.

Ja. Das ist wirklich clever, liebe Krankenkasse. Ich hoffe, Sie haben bei Ihren Sparmaßnahmen berücksichtigt, dass das begleitende Elternteil nach einer Woche als Schwester reif für die Klapse ist- bestenfalls für eine Kur..... und was das kostet?!

 

Fußküsse, lieber noch einen Scheck von Ihnen erwarte ich dann innerhalb der nächsten Woche.

Es dankt herzlichst

Ihre Schwester Hettwisch 

 

 

8.9.07 19:02


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