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Seelenzeit

Popotritt

Nur weil ich mit 18 geschmissen habe und sie nie wieder angefasst habe *heul* Er wär ja glatt ne Motivation gewesen: Einmal im Duett mit David Garrett





22.1.08 08:13


"The same procedure as last year, Miss Sophie?"

Jepp. - "Same procedure as every year, James."

"Dinner for one" und die sentimentale halbe Stunde, die ich damit verbringe, meinen obligatorischen persönlichen Jahresrückblick festzuhalten - ohne würde mir zum Jahreswechsel etwas fehlen.

Die Suche nach einem Begriff, der mein Resümee für 2007 auf den Punkt bringt, fällt in diesem Jahr ziemlich schwer. "Herausforderung" trifft es ganz gut, glaube ich. Ja. 2007 war in erster Linie persönliche "Herausforderung".

Wenn ich meinen Kalender durchblättere, der morgen Abend weggelegt und durch den neuen ersetzt wird, wird mir klar, wieviel Zeit wir in den letzten zwölf Monaten mit Krankheiten und Arztbesuchen verbracht haben.

Im Februar stolpere ich über ein kleines schwarzes Kreuz, neben dem "Oma E." steht. Ein endgültiger Abschied von einem Menschen aus meinem Leben, der sich schon vor Jahren von uns verabschiedet hat und uns keinen Platz mehr in seinem Leben einräumen wollte. Ein Abschied von der Hoffnung, dass die Zeit Wunden heilt.

Der erste gemeinsame Urlaub mit der Froschfamilie im Juni, der uns früher als vorgehabt in die Heimat zurück pustet - Sturm an der Nordseeküste der kleine Frösche über den Deich wirbelt.

Immer wieder kleine Notizen "Anwalt anrufen", "Brief an Anwalt abschicken" - ich lerne, mich in Geduld zu üben und die Tricks der Großen kennen. Was für mich so eindeutig ist, dass "sie" die Verantwortung dafür tragen müssen, dass ich mit dieser Leere im Bauch leben muss, mein Immunsystem ein Schrotthaufen ist und ich jeden Tag aufs neue versuche, mich wieder gern zu haben, kollidiert mit der Tatsache, dass es um Geld geht.

Mein großer Frosch kommt im August endlich in den Kindergarten und nach zwei Wochen aufatmen läutet er immer wieder frisch bepackt mit neuen Viren und Bazillien die zweite Krankheitsphase dieses Jahr ein, die mir letztendlich einen OP-Termin im Februar nächstes Jahr beschert hat.

Eigentlich war das Jahr nicht spektakulär. Und dennoch hats mich ein paar Mal so tief hingehaun, dass es eine Herausforderung war, wieder aufzustehn. Nein, schlecht war 2007 deswegen nicht. Im Gegenteil. Ich hab das Gefühl, mehr erreicht zu haben, als so manch anderes Jahr. Denn jedes Fallen hat danach etwas in Bewegung gesetzt.

 Menschen sind mir Näher gekommen, mein Leben hat neue alte Ziele, kleine Schätze aus der Rumpelkammer haben Platz im Alltagsraum gefunden.

Für 2008 wünsche ich mir, dass die OP gut verläuft, die Krankheitsphasen nur so gerade so lange dauern wie ich sie auch auffangen kann, wir finanziell Klarheit bekommen um unsere Wohnsituation zu verbessern und eine baldige Post vom Anwalt mit einer Entscheidung der Gegenseite.

Goodbye 2007.

 

30.12.07 10:32


28. Dezember



"Die Liebe erträgt alles - glaubt alles - hofft alles - hält allem Stand. Die Liebe hört niemals auf."


Dieser Satz aus der Bibel steht in kleinen Druckbuchstaben auf dem Bild, das unsere Trauzeugin uns zur Hochzeit gemalt hat. Acht Jahre sind es jetzt her, seitdem wir uns auf der Weihnachtsfeier der Firma, in der wir beide gejobbt haben, aufgeführt haben wie die frisch verliebten Teenager. Zwei Jahre genau, seitdem wir uns versprochen haben unser Eheschiff sowohl auf hoher See im Sturm, als auch in seichten Gewässern sicher gemeinsam zu steuern.

Unser Versprechen, uns zu lieben, in guten wie in schlechten Zeiten, haben wir uns jedoch schon vor vier Jahren gegeben. Nicht mit einer Unterschrift und einem Ring, sondern mit der Geburt unseres ersten Sohnes. Die Entscheidung für gemeinsame Kinder verbindet ein Leben lang. Mehr, als der Ring, der in Krisenzeiten durch die Wohnung fliegen kann ;-), mehr als eine Unterschrift, die man an anderer Stelle gesetzt, auch wieder rückgängig machen kann.

Solangsam beginne ich zu verstehen, was das Versprechen bedeutet sich sein Leben lang zu lieben. Es bedeutet, keine Angst zu haben einander zu verlieren, wenn wir uns eine Weile nicht so nahe sein können, wenn du für dich bist und ich für mich. Es bedeutet viel Arbeit an sich selbst, Mut einander zu verstehen und Toleranz.

Manchmal bedeutet es Kraft, dir klar zu machen, dass das Schiff vier Hände am Steuer braucht, um im stürmischen Gewässer nicht zu kippen oder gar zu sinken. Und manchmal eben auch, nur mit zwei Händen das Steuer zu halten und den anderen mitzunehmen.

Zwei Jahre sind ein Augenblick verglichen an dem, was wir uns versprochen haben: Einander ein Leben lang zu lieben. Ein Augenblick aber, der mir zeigt, dass wir unser Versprechen auf festem Boden haben wachsen lasse, denn:"Die Liebe erträgt alles - glaubt alles - hofft alles - hält allem Stand. Die Liebe hört niemals auf"

28.12.07 10:05


Zu lange schon

ist mein Leben "irgendwie". Irgendwie schaff ich es finanziell, irgendwie arbeitet der Körper, irgendwie schaff ich es mit den Kindern, irgendwie läuft halt nebenher die Ehe, irgendwie bekommt das Dunkle nicht die Überhand. Irgendwie vergehen eben die Tage.

Zu lange schon, dass ich irgendwie am Ende eines jeden Tages versuche mir selber Mut zu machen, dass es morgen anders wird. Zu lange schon endlose Gedanken in meinem Kopf hin und her gewälzt, Lösungen gesucht, gedacht gefunden zu haben. Und doch bleibt alles irgendwie "irgendwie".

 

So gerne würde ich die Dunkelheit loswerden. Aber irgendwie weiß ich nicht mehr wie.  

13.11.07 15:53


Müde

Und wieder schließt sich die Tür zur Rumpelkammer hinter mir. Stumm sitze ich da, schau abwechselnd in den Regen und auf die Mail im Ordner "gesendete Objekte". Betreff: Kündigung. In der Schatzkiste ein Fehler mehr, der mich wahrscheinlich auch noch viel Geld kosten wird.

Mühsam drücke ich die Gedanken weg, die sich unter der Kopfhaut breit machen. Wenn ich sie zulassen würde, würde von mir nichts mehr übrig bleiben. Denn was bleibt schon, wenn man sich selber eingesteht, dass alles was man glaubt zu sein und zu können, Luftschlösser sind, die dem Leben nicht stand halten? 

9.11.07 10:32


8.11.07 09:55


"Sei gut zu dir"

Das ist seit vielen Monaten mein Lebensmotto. Ein Motto, was so einfach zu leben klingt und doch eine große Herausforderung für mich ist.

Es gibt die These, wenn du gut zu dir bist, dich selbst liebst, lieben dich auch andere und sind gut zu dir. Alternativ ist es dir einfach egal, wenn dem nicht so ist, weil du selbst weißt, was du dir Wert bist.

Soweit die Theorie. Ich komme aber immer wieder an den Punkt, wo ich nicht gut zu mir selbst sein kann, weil es in der Abhängigkeit zu anderen Personen steht. Ich weiß, dass mein Körper danach schreit, zur Ruhe kommen zu dürfen. Ich weiß, dass ich Schlaf bräuchte und die Möglichkeit, ein zwei Tage bei mir zu sein.

Aber in dem Moment, wo ich mir eingestehe, wie kraftlos ich bin spiegeln mich meine Kinder und ich brauche mehr Kraft denn je, um den Alltag zu bewältigen. Mein Mann ist wie immer arbeitsmäßig unabkömmlich und egal wie sehr ich versuche, mich ernst zu nehmen und gut zu mir zu sein: Ich stehe vor verschlossenen Türen, die mir keine andere Wahl lassen, als über meine Grenzen zu gehen und zu funktionieren.

Der Preis, den ich zahle, ist hoch: Mein Immunsystem streikt schon länger und in der Seele macht sich Angst breit, dass ich erst wieder den schmalen Pfad zwischen Leben und Nicht-Leben übertreten muss, damit ich gut zu mir sein darf.

26.10.07 15:07


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